Die 5 Gewinnerprojekte vom Wettbewerb 2015

 

 

 

Klug leben – gut leben

Unsere Jause ist zu schade für den Mist

Schule: GTNMS Anton-Sattler-Gasse

Adresse: Anton-Sattler-Gasse 93, 1220 Wien

PädagogIn: Karin Wrana

Klasse/n: alle 2. Klassen unter der Leitung der 2C mit insgesamt 94 SchülerInnen

 

In der Ganztagesschule bekommen die SchülerInnen täglich um 9.45 Uhr eine Jause. Nachdem die Vorlieben und Geschmäcker in den Klassen unterschiedlich sind, passierte es immer wieder, dass große Mengen nicht gegessener Jausen, die bis Mittag oft schon unansehnlich geworden waren, in die Küche zurückgeschickt wurden und dort entsorgt werden mussten.

Von den KlassensprecherInnen der 2C wurde daher im Oktober 2014 eine Jausentauschaktion ins Leben gerufen, um die Entsorgung zurückgeschickter Jausen zu vermeiden - überzählige Jausen werden seither gezielt getauscht oder rechtzeitig im Kühlschrank für den nächsten Tag aufbewahrt.

Dank der Aktion haben die SchülerInnen nicht nur gelernt, nichts wegzuwerfen, sondern haben auch ihre Kommunikation verbessert, sie können jetzt auch besser angemessen miteinander reden.

Aufgrund des Erfolges wird das Projekt im kommenden Schuljahr auf jeden Fall weitergeführt.

 

An wen gehen die 500 Euro, die die SchülerInnen einer sozialen Organisation spenden dürfen, zugutekommen?

Das Geld geht an den Franz-Karl Effenberg Help-Club, der nicht nur bereits bestehende soziale Einrichtungen unterstützt, sondern auch rasch und unbürokratisch Kindern und Kranken aus sozialschwachen Familien sowie Behinderten hilft.

 

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Copyright: Martin Hesz

 

Unser Schulbuffet – gesund und gut

Verwendung von regionalen, saisonalen und selbstproduzierten Lebensmitteln für unser Schulbuffet

Schule: NMS Mautern

Adresse: Klostergasse 7a , 8774 Mautern (Steiermark)

PädagogIn: SR Günther Zellner, HL Viktoria Jaidhauser BEd, HOL Hannelore Brath

Klasse/n: 4a, 3a, 3b, 2b mit insgesamt 38 SchülerInnen

 

Das Schulbuffet wird seit sieben Jahren von den SchülerInnen betrieben. Heuer wurden ein Hochbeet und eine Kompostanlage errichtet, um einerseits selbstangebaute Bio-Produkte verwenden und anbieten zu können und andererseits auch Küchenabfälle kompostieren und sinnvoll verwerten zu können. Die Wartung und Pflege liegt bei den jeweils für das Schulbuffet zuständigen SchülerInnen (Wechsel alle 6 Wochen), für die Zeit der Sommerferien konnte gemeinsam mit dem Schulwart und Gemeindebediensteten eine Lösung gefunden werden.

Neben den SchülerInnen und LehrerInnen an der NMS Mautern werden die so entstandenen Produkte auch an die BesucherInnen der Gesundheitsmessen in Traboch und Mautern verkauft.

Das Projekt wird im kommenden Schuljahr mit den SchülerInnen der 3. und 4. Klassen weitergeführt werden.

 

Welchem Zweck sollen die 500 Euro, die die SchülerInnen einer sozialen Organisation spenden dürfen, zugutekommen?

Spende an den Sozialfonds der Schule für Kinder, die sich Schulausflüge nicht leisten können.

 

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Copyright: NMS Mautern, Kolstergasse 7a 

 

Mir schmeckt's restlos

Vermeidung von Abfall - weniger Lebensmittel in den Müll.
Schule: NMS Mautern
Adresse: Melkerstraße 24, 3512 Mautern (Niederösterreich)
PädagogIn: Margarete Siedler
Klasse/n: 2BS mit insgesamt 6 SchülerInnen


Ziel des Projektes ist es, die Menschen zum Nachdenken und in der Folge zum Handeln zu bringen. Zu diesem Zweck wurden im Zuge der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema auch 100 Mauterner zu ihrem Einkaufsverhalten befragt. Auf Basis der Ergebnisse dieser Umfrage sowie dem neuen Wissen der SchülerInnen zum Thema wurde eine Infoveranstaltung für den Elternabend geplant: Die SchülerInnen haben eine Präsentation zum Thema vorbereitet, ein Interview mit dem Leiter des nächsten SOMA-Marktes organisiert, Sketches zum Thema geschrieben und einstudiert und eine Paella aus Lebensmittelresten gekocht, die schlussendlich im Anschluss an den Elternabend gemeinsam gegessen wurde.
Fürs kommende Jahr ist eine Weiterführung der Auseinandersetzung mit achtsamerem Umgang mit Lebensmitteln geplant. Der Schwerpunkt soll dann auf „Gesünder Essen" liegen.

 

Welchem Zweck sollen die 500 Euro, die die SchülerInnen einer sozialen Organisation spenden dürfen, zugutekommen?
Die 500 Euro werden an den SOMA-Markt gespendet.

 

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 Copyright: Margarete Siedler

 

Freitagsjause in der Schule

Lebenspraktischer Schwerpunkt für SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf
Schule: Sportmittelschule Oberndorf
Adresse: Joseph-Mohr-Straße 8, 5110 Oberndorf (Salzburg)
PädagogIn: Dipl.Päd. Manuela Kröss, BEd
Klasse/n: 2./3./4. Integrationsklasse mit insgesamt 8 SchülerInnen


Jeden Freitag wird in zwei Unterrichtseinheiten von 8 SchülerInnen eine Jause zubereitet und in der großen Pause verkauft. Die Lebensmittel werden am Vortag von drei SchülerInnen gemeinsam mit der Lehrkraft eingekauft. Vorher wird mit der Kochlehrerin abgesprochen, ob übrige Lebensmittel aus den Kochgruppen der Woche verwertet bzw. übrige Lebensmittel in die Jausengestaltung mit eingeplant werden können/sollen. In der großen Pause wird die Jause schließlich für die gesamte Schule auf einem schön dekorierten Tisch von den SchülerInnen selbst verkauft.
Die jahrgangsgemischte Gruppe mit sonderpädagogischem Förderbedarf lernt im Zuge dieses Projektes nicht nur die Einkaufsplanung bzw. -bewältigung (richtige Menge, regional & saisonal, ...), sondern erlebt auch, dass mit Resten abwechslungsreich und ansprechend gekocht werden kann. Zusätzlich dazu kann durch den Verkauf und positive Rückmeldungen anderer SchülerInnen und LehrerInnen das Selbstwertgefühl der SchülerInnen gestärkt werden. Und ganz nebenher finden die Reste aus dem Kochunterricht endlich Verwertung und werden nicht mehr entsorgt.
Zunächst war ein Probelauf für das 1. Semester geplant. Nachdem die Jause aber so gut angenommen wurde und es auch den SchülerInnen sehr viel Spaß machte und diese so schnell Fortschritte und Erfolge zeigten, wurde das Projekt bis zum Schuljahresende verlängert.

 

Welchem Zweck sollen die 500 Euro, die die SchülerInnen einer sozialen Organisation spenden dürfen, zugutekommen?
Die 500 Euro werden dem „Kulinarium Salzburg" gespendet. Es handelt sich hierbei um ein Catering-Unternehmen der Diakonie, das Menschen mit Behinderung einstellt und beim Arbeiten in der Gastronomie-Branche unterstützt. Damit können sich Frau Kröss und ihre SchülerInnen sehr gut identifizieren. Außerdem ist das auch ihrem eigenen Projekt in der Schule recht ähnlich.

 

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Copyright: Manuela Kröss

 

AVA – Anti-Verschwendung-Aktiv

Kaufe vernünftig, koche überlegt und verwerte was da ist!
Schule: BRG Gröhrmühlgasse
Adresse: Gröhrmühlgasse 27, 2700 Wiener Neustadt (Niederösterreich)
PädagogIn: Mag. Hanna Schneider, MPH
Klasse/n: 4a mit insgesamt 24 SchülerInnen


Die SchülerInnen haben sich für eine Kampagne zu folgenden Themenaspekten entschieden: nicht zu viel kaufen, schlau kochen und gut verwerten. Nach der Themenfindung wurden ein Logo entworfen, der Projekttitel festgelegt und alle Materialien entwickelt, gestaltet und produziert, die für die geplanten Aktionen in der Fußgängerzone und während des schuleigenen Gartenfests notwendig waren. Das Budget dafür (€ 176,00) erwirtschafteten sich die SchülerInnen durch den Verkauf kreativer, selbst gebastelter Ostereier.
Die Aktionen in der Fußgängerzone und während des schuleigenen Gartenfests sollen bei Erwachsenen einen verantwortungsbewussten Umgang mit Lebensmitteln initiieren. Mit einem Typentest (Verschwender bis Sparsamer), einem Portionierungs-Ratespiel am Infotisch, einem Infoflyer, einem eigenen Logo auf selbstbedruckten T-Shirts und einem Kostüm sollen Erwachsene aufmerksam gemacht, informiert und bei Bedarf zu sparsamerem Umgang mit Lebensmitteln animiert werden.
Nach erfolgreicher Aktion in der Fußgängerzone wird beim diesjährigen Gartenfest der dabei entstandene Dokumentationsfilm vorgeführt, weiters gibt es einen Infotisch, Flyerverteilung und den Typentest. So können noch viele weitere Eltern erreicht werden.
Ein weiterer Erfolg: Dank der AVA-Initiative, die im gesamten Schulumfeld zu einer Hinterfragung des eigenen Umgangs mit Lebensmitteln geführt hat, haben die für das Schulbuffet Verantwortlichen beschlossen, Buffetabfälle hinkünftig als Hühnerfutter zu verwerten.

 

Welchem Zweck sollen die 500 Euro, die die SchülerInnen einer sozialen Organisation spenden dürfen, zugutekommen?
Was mit dem Geld für die Klassenkasse passiert, muss noch mit den SchülerInnen besprochen werden. Nach aktuellem Stand geht die Spende nach Nepal, weil dort 500 Euro wirklich viel bewirken können.

 

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Copyright: Victoria Schmidt