Sprechen braucht Zeit

ProfisprecherInnen leben von ihrer Stimme. Sie ist wie ein Instrument, das gepflegt und richtig eingesetzt werden muss. Schon bei der Auswahl und Vorbereitung der Texte überlegen sich SprecherInnen genau, welche Inhalte wirklich wichtig sind und welche weniger bedeutend und daher auch weggelassen werden können. Oft ist es gar nicht notwendig, auf jedes Detail einzugehen, um alle Inhalte zu vermitteln. Dadurch lassen sich die Sprechzeiten verkürzen und die Stimme wird geschont.

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Aber nicht nur der Inhalt ist wichtig. Die Aufgabe eines Sprechers/einer Sprecherin ist es, den Zuhörenden diesen Inhalt möglichst verständlich und kurzweilig zu übermitteln. Kurzweilig heißt aber nicht, einen Vortrag möglichst kurz zu gestalten.

Ungeübten SprecherInnen passiert es oft aus Nervosität, dass sie zu schnell sprechen, damit sie möglichst schnell wieder aus der ungewohnten Rolle des Sprechers/der Sprecherin schlüpfen können.

ProfisprecherInnen hingegen nehmen sich Zeit für genügend Sprechpausen und wählen ein angemessenes Sprechtempo. Einen gewissen Anteil ihres Vortrages sprechen sie sogar bewusst langsam. Das macht Vorträge interessanter und Schlussfolgerungen kommen bei den Zuhörenden besser an.

ProfisprecherInnen investieren außerdem Zeit, um ihren Körper auf die Sprecherrolle vorzubereiten. Man kann SprecherInnen mit SportlerInnen vergleichen. Wie ein/e LäuferIn vor einem Langstreckenlauf Dehn- und Aufwärmübungen macht, so wärmt auch ein/e SprecherIn seinen/ihren Körper auf und macht Atem- und Stimmübungen bevor es auf die Bühne, vor das Mikrofon oder vor die Schulklasse geht.

Sie sehen also: Sprechen braucht Zeit.

 

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